Dr. Dieter K. und Sohn aus Rinteln
Apr 29, 2025
Die erfolgreiche Besteigung des Kilimanjaro - 5895 m
Hallo Herr Göbel,
die 14 -tägige Vorbereitung zu Hause mit Ihrem Höhentrainingssystem hat sehr gut geklappt - wir haben aus Zeitmangel nicht alles 100% gemacht, aber ca. 95% des vorgegebenen Programmes absolviert. Wir haben alles sehr gut vertragen und sind mit der Ausrüstung gut zurechtgekommen. Die Vorfreude auf unsere Tour hat sich von Tag zu Tag gesteigert. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal für die vielen hilfreichen Tipps sowie die kompetente und nette Beratung in der Zeit unserer Vorbereitung!
Und nun Näheres zur Besteigung des Kilimanjaro:
Wir sind am Donnerstag in Afrika angekommen. Die Wanderung fing am Freitagmittag auf 1800 m an, 1. Nachtlager war auf 3100 m. Am nächsten Tag Aufstieg auf 3840 m: Camp in den Wolken :-( Wir haben gut gegessen und super geschlafen. Am nächsten Tag ging es über einen 4600 m hohen Pass, das Lager war auf 3900 m: ich hatte etwas Kopfschmerzen und eine Tablette genommen. Dies lag aber eher am Wassermangel, schwierig viel von dem Zeug zu trinken, wenn es eiskalt ist! Auch abends im Zelt war es immer sehr kalt. Die Tage sind jedoch angenehm zum Wandern in leichter Jacke. 4. Tag: Aufstieg zum Basislager auf 4600 m: Thomas hatte zunächst etwas Probleme einzuschlafen, nach einer Stunde schläft er dann jedoch gut. Um Mitternacht dann der Weckruf zum Gipfelsturm. Stirnlampe auf und los geht’s durch die eisige Kälte. Wir brauchen ca. 5 Stunden für die 1100 weiteren Höhenmeter bis zum Gipfel. Immer schön langsam gehen, man reagiert doch nicht so schnell bei einem Fehltritt. Im Prinzip hatten wir beide bis auf die Kälte und den Wassermangel überhaupt keine Probleme (Die empfehlen 2kg Wasser mitzunehmen, keiner sagt aber, dass nach 3-4 Stunden das Wasser gefroren ist und man das blöde Zeug nicht mal mehr als überflüssiges Gepäck wegkippen kann, weil es nicht aus der Wasserflasche rausgeht, man muss es auch noch durstig mit runter schleppen). Ansonsten konnten wir die Wanderung richtig genießen und uns über den Berg freuen! Anders erging es vielen „Mitstreitern“, die wir unterwegs getroffen haben: die meisten berichteten zumindest über tageweise Höhenprobleme. Näheren Kontakt hatten wir mit 2 Engländern, welche mit dem gleichen Touroperator unterwegs waren. Beide hatten sich durchaus sportlich auf den Berg vorbereitet, hatten jedoch mit der Höhe dann deutliche Probleme. Die Frau litt an ausgeprägten Schlafstörungen und der Mann konnte nichts essen und hat nur dem Koch zuliebe das Essen auf dem Teller hin und her geschoben. Beide haben mit einer unglaublichen Energieleistung den Stella Point auf 5745 m geschafft, hatten dabei aber nicht wirklich viel Spaß, trotz ihrer Einnahme von Diamox. Die Führer behaupten, dass je nach Route die Erfolgsrate bei 60 bis70% liegt. An unserem Gipfeltag waren schätzungsweise aber eher maximal 50% auf dem Gipfel!
Wir hatten jedenfalls, mit Hilfe der Vorakklimatisation zu Hause, sehr viel Spaß an der Besteigung und keinerlei Probleme mit der Höhe, vielen Dank nochmal dafür! Für weitere Touren würden wir das immer wieder genauso machen!
Anbei 2 Fotos für Ihre Erfolgsseite.
Mit freundlichem Gruß,
Dr. Dieter K. und Sohn